Yoga des Herzens
Portrait von Stefan Junker, YogaDesHerzens Portrait von Stefan Junker, YogaDesHerzens

MP3 Meditationseinleitung
Hörprobe Meditationseinleitung

Artikel in der 'Lippische Neueste Nachrichten' vom 04.10.2008
Artikel in der "Lippische Neueste Nachrichten" vom 04.10.2008
MP3 Meditationseinleitung Kurzvorträge von Stefan

Vita:


Mit Yoga kam ich erstmals 1972 im Alter von sechs Jahren in Berührung, als mich mein Vater an eine asiatische Verteidigungssportart heranführte, deren Vorbereitungsübungen zu einem großen Teil aus Hatha-Yoga-Asanas und etwas Raja-Yoga bestanden. Mein Trainer legte besonderen Wert darauf, unser Training nicht als Ausbildung zur Rauferei zu sehen, sondern zur Persönlichkeitsformung und Charakterstärkung. So entwickelte sich mein Wesen zügig hin zu mehr Angstfreiheit. Ich übte regelmäßig viele Jahre. Dank dieser Ausbildung gehört eigene Gewaltlosigkeit in Gedanke, Wort und Tat seit über 30 Jahren fest zu meinem Wesen. Ich machte und mache regelmäßig wieder die Erfahrung, dass sich diese Gewaltlosigkeit auch auf andere Beteiligte positiv auswirkt, wenn sie aus einer inneren Stärke ensteht. Mein besonderes Anliegen als Coach und Lehrer liegt aus dieser Erfahrung heraus in der Stärkung der Persönlichkeit.

Bis zum Schulabgang beschäftigte ich mich sehr ausgiebig mit Literatur zu alternativen Gesellschaftssystemen. Dies stärkte in mir den Bezug zu Freiheit und Gleichheit, Toleranz und Akzeptanz. Das lustlos besuchte Gymnasium verließ ich nach der 10. Klasse und wurde Chemielaborant. Schon wenige Wochen nach Beginn der Ausbildung erkannte ich, dass der Beruf zwar sehr interessant, aber für mich persönlich der Anstoß zu einem anderen Zugang zur Schule war.
Ich schrieb mich umgehend am Abendgymnasium ein und erarbeitete mir parallel zur Ausbildung, die ich trotzdem abschloss, mein Abitur. Besonderer Dank gebührt dem Lehrer meines Mathematik Leistungskurses. Er öffnete meinen Geist für eine alte Weisheit:
"Egal was Du tust, tue es gut". Dies führte mich auf den Karma-Yoga Weg. Jahre später erfuhr ich, dass er inzwischen in ein buddhistisches Kloster eingetreten war. Mit beiden Abschlüssen in der Tasche kündigte ich und begann ein Studium der Informatik und BWL.

Wenige Jahre später gründete ich eine kleine Softwarefirma und warf mich (halb fiel ich hinein) in den spannenden Arbeitsalltag. Die Zeit als Unternehmer mit bis zu dreißig Mitarbeitern bleibt mir als angefüllt mit vielen Erfolgserlebnissen, aber durchaus auch als anstrengend in Erinnerung. Unter anderem lernte ich, Arbeitsziele einpünktig verfolgen zu können. Auch in anderen Bereichen entwickelte sich meine Spiritualität weiter. Inzwischen Ende 20, ernährte ich mich vegetarisch, vertiefte mich in Sun Tsu „Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft“, das „Tao Te King“ von Lao Tse und besuchte das buddhistische Zentrum in meiner Heimatstadt. Dies brachte mich zur regelmäßigen Meditationspraxis. Als mein wichtigster Kunde sein Rechenzentrumskonzept änderte wog ich Pro und Contra des Unternehmerdaseins für mich ab - und schloss meine Firma.

Ich nahm einen einfachen Job in der Finanzabteilung eines Industriekonzerns an. Dank der Einstellung, die ich mir mit Hilfe meines Mathelehrers angeeignet hatte, arbeitete ich mit einem Lächeln und mit Hingabe ("Egal was Du tust, tue es gut"). Wenige Wochen später änderten sich die Aufgaben und es begannen sieben abwechslungsreiche Jahre für mich. Mit unterschiedlichen Projekten und zunehmend komplexeren Aufgaben bis hin zum „Accounting Manager“ mit verschiedenen internationalen Verantwortungen lernte ich das Berufsleben in einem multinationalen Konzern gut kennen. Während dieser Jahre galt ich als besonders offen, geradeheraus und standhaft. Der Umgang mit meinen Mitarbeitern waren geprägt von echtem Miteinander. Diese Zeit ist für mich ein Beweis, dass Aufrichtigkeit und Herz die Karriere keinesfalls behindern.

Anfang 2006 kündigte ich, um mit meiner Frau für insgesamt acht Monate in einen Yoga-Ashram der Sivananda Tradition zu gehen. Monika hatte mich in der Vergangenheit wieder mit Asanas in Kontakt gebracht und es war einfach Zeit mal etwas ganz anderes zu machen. Im Ashram unterstützte ich den kaufmännischen Bereich, unterrichtete zwischendurch in meinen Schwerpunktbereichen und glich die Eindrücke, die ich bei Satsang, Meditation und in Kontakt mit anderen Lehrenden und Praktizierenden machen konnte mit meinem eigenen spirituellen Weg ab. Ich danke Swami Sivananda für sein Vorbild und für den spirituellen Raum, den er mit seinem Lebenswerk geschaffen hat.

In der Yogalehrerausbildung und Yogalehrerweiterbildung gab ich Seminare und Workshops u.a. zu den Themen Rhetorik, Stressmanagement, Kommunikation und Konfliktmanagement, sowie Didaktik mit Schwerpunkt „Die Kraft der Liebe und des Herzens“. Hierbei vermittelte ich besonders die Unterstützungen, die die Lehren der Yogawege bieten. Ich stellte die Erkenntnisse aus Karma-Yoga, Raja-Yoga, Jnana-Yoga und Bhakti-Yoga in den Mittelpunkt dieser lebenspraktischen Themen. Die großen Übereinstimmungen in verschiedenen spirituellen Traditionen wie z.B. Christentum, Buddhismus, Hinduismus und Taoismus machen es einfach, Yoga ganz unabhängig von der eigenen Glaubens- oder Unglaubensrichtung zu üben.

Für meine eigene Praxis und für meinen Unterricht verwende ich die Lehren der alten Meister so unverfälscht wie möglich. Neben dem Tao Te King sind für mich besonders die Yoga Sutras, die Hatha-Yoga Pradipika und die Bhagavad Gita unschätzbar wertvolle Werke voll Klarheit. Auch die Weisheit von Sun Tsu in "Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft", oder von Thich Nath Hanh und Jack Kornfield finden den Weg in mein tägliches Leben und in meinen Unterricht.

Hauptberuflich bin ich derzeit als kaufmännischer Leiter in einem mittelständischen Unternehmen tätig. Deshalb ist meine Zeit für Lehrtätigkeit enger begrenzt.



Kurzvorträge:


Hier hinterlege ich jetzt regelmäßig Kurzvorträge zu Yoga und zur persönlichen Entwicklung. Über Rückmeldungen zu den Vorträgen, sei es bzgl. Deiner Übungserfahrungen, Kritik zum Inhalt oder auch zur akustischen Qualität bin ich dankbar.